In westlichen Systemmedien wird der syrische Präsident Baschar al-Assad als Schlächter dargestellt. Tatsächlich gehen im syrischen Bürgerkrieg die Regierungstruppen alles andere als zimperlich vor. So ist in einem Bericht des Menschrechtskommissariats der UNO (OHCHR) von „massiver und systematischer Gewalt“ sowie von der „Tötung von Gefangenen“ die Rede.

In dem Bericht werden aber auch gegen die Anti-Assad-Kräfte, die vom Westen unterstützt werden, schwere Vorwürfe erhoben: „Manche Anti-Regierungsgruppen errichteten Behelfslager, in denen gefangengenommene Regierungssoldaten geschunden und hingerichtet wurden. Andere wurden nach gesetzwidrigen Prozessen kurzerhand hingerichtet. Manche Personen starben, während sie von den bewaffneten Gruppen als Geiseln gehalten wurden.“

An anderer Stelle ist in dem OHCHR-Bericht zu lesen: „2012 haben verschiedene bewaffnete Anti-Regierungsgruppen in Aleppo, Homs und Idlib Mitglieder der Regierungstruppen, gegnerischen bewaffneten Gruppen sowie Zivilisten festgenommen. Einige Kämpfer beschrieben die Hinrichtung von Soldaten, für gewöhnlich zum Zeitpunkt ihrer Gefangennahme. In manchen Fällen starben die Gefangenen, die in improvisierten Anhaltelagern gefoltert wurden, als Ergebnis ihrer Behandlung.“

Auch nehmen die Anti-Assad-Rebellen, die der Westen in Syrien unbedingt an die Macht bringen will, keine Rücksicht auf Zivilisten: „Einzelpersonen, die in der Regel für einen Gefangenenaustausch oder zur Lösegelderpressung als Geiseln genommen werden, starben mitunter oder wurden ermordet, während sie im Gewahrsam der bewaffneten Gruppen waren. Nachdem im August 2013 im Umland von Latakia Teile einer Gruppe von 120 Zivilisten, die von bewaffneten Anti-Regierungsgruppen gefangengenommen waren, freigelassen wurden, tauchten Informationen auf, dass einige der Geiseln als unmittelbare Folge von fehlender medizinischer Versorgung oder von Verletzungen starben.“

 

[Text: B. T.; Bild: VOA/wikimedia.org]