Ein US-Bundesrichter verbot die Veröffentlichung des vollständigen Berichts des US-Senats über die Folterpraktiken des Geheimdienstes CIA im Gefolge der Terroranschläge vom 11. September 2001. Bislang wurde nur eine 480 Seiten zählende Zusammenfassung über die brutalen „Verhörmethoden“ der CIA in Gefangenenlagern wie etwa auf Guantanamo auf Kuba veröffentlicht. Der vollständige Bericht des Senats umfasst jedoch knapp 7.000 Seiten.

Der Richter James E. Boasberg entschied, der Bericht des Senates falle nicht unter den Freedom Information Act. Offenbar soll die (Welt-)Öffentlichkeit niemals die volle Wahrheit über den CIA-Folterskandal erfahren. So heißt es seitens der Bürgerrechtsorganisation American Civil Liberties Union, „die Untersuchungen des Senats, die einen dunklen Abschnitt in der Geschichte unserer Nation betreffen, sollen nicht hinter den verschlossenen Türen der Regierung bleiben“.

 

B. T.

 

 

(Bild: Mate 1st Class Shane T. McCoy/wikimedia.org)