Bei der finnischen Parlamentswahl am Sonntag müssen die regierenden Konservativen von Ministerpräsidenten Alexander Stubb mit einer deutlichen Niederlage rechnen. Als klarer Sieger aus der Wahl hervorgehen wird aller Voraussicht nach die sozialliberale Zentrumspartei von Juha Sipilä. Weil selbst die stärkste Partei kaum mehr als 20 Prozent erhalten wird, wird Sipilä eine Dreierkoalition eingehen müssen, dem Vernehmen nach wahrscheinlich mit den Sozialdemokraten und den „Wahren Finnen“.

Die von Timo Soini geführten „Wahren Finnen“ können am Sonntag mit 16 Prozent der Stimmen rechnen. Auch im hohen Norden Europas ist somit eine patriotische, rechtsdemokratische Kraft auf dem Vormarsch. Mit den „Wahren Finnen“ in der Regierung würde sich in Helsinki einiges tun: Finnland würde auf einen zunehmend EU-kritischen Kurs einschwenken und vor allem wäre mit einer Verschärfung der Zuwanderungspolitik zu rechnen.

 

A. M.

 

 

(Bild: Basisfinnen/wikimedia.org)