Auf republikanischer Seite hat Ted Cruz, ein Senator aus dem Bundesstaat Texas, bereits seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahlen 2016 verkündet. In Washington wird nun erwartet, dass die frühere Präsidentengattin und Außenministerin Hillary Clinton demnächst ihre Kandidatur für das höchste Amt im Staate bekanntgeben wird. Trotz aller ideologischen Differenzen haben Clinton und Cruz eines gemeinsam: Sie stellen sich gern als die Vertreter der Durchschnittsamerikaner dar, sind aber eng mit der Finanzindustrie der New Yorker Wall Street verbunden.

So tönte Cruz kürzliche: „Die Reichen und Mächtigen, die auf den Korridoren der Macht wandern, werden reich und glücklich.“ Nicht an die große Glocke hängt Cruz hingegen, dass seine Ehefrau für die Investment-, sprich: Spekulationsbank Goldman Sachs tätig ist.

Vor allem aber ist Hillary Clinton die Lieblingskandidatin der Wall Street. Bereits Ende 2014 schrieb das US-Magazin „Politico“, die „einflussreichen Banker lieben Clinton, und großteils wollen sie, dass sie Präsidentin wird“. Denn viele von ihnen wie Goldman Sachs-Chef Lloyd Blankfein hielten Clinton für eine „pragmatische Problemlöserin“.

Daher sei Clinton für sie jemand, „der die Idee vertritt, dass wir alle profitieren, wenn Wall Street und amerikanisches Geschäftsleben gedeihen“.

 

B. T.

 

 

(Bild: Chatham House/wikimedia.org)