Nachdem nach gemeinsamen Aktionen der Kärntner Freiheitlichen, vor allem von Nationalratsabgeordnetem und „Zur Zeit“-Chefredakteur Wendelin Mölzer, mit der Lega Nord die ursprünglichen Pläne Italiens, ein großes Asylantenlager in der ehemaligen Tarviser Kaserne einzurichten, gefallen sind, scheint man nun in Rom einen skurrilen Etikettenschwindel zu planen: Es soll unmittelbar an der Grenze zu Österreich nun ein „Identifizierungslager“ eingerichtet werden.

Die Frage, warum die Asylanten erst an der österreichischen Grenze identifiziert werden sollen und nicht schon in Süditalien – etwa in Lampedusa oder Sizilien – muss gestellt werden. Es liegt der Verdacht nahe, dass nunmehr in Tarvis ein großes Lager eingerichtet wird, wobei die italienischen Behörden offenbar damit spekulieren, die Asylanten, die eigentlich Wirtschaftsflüchtlinge sind, möglichst rasch in Richtung Österreich und Deutschland loszuwerden.

 

A. M.

 

 

(Bild: Alessio Milan/wikimedia.org)