Der Dopingskandal erreicht seinen Gipfel. In den aktuellen Blutdopingskandal sind bisher erwiesenermaßen sechs Langläufer und zwei Radfahrer verwickelt. Fünf Österreicher, die Radprofis Georg Preidler und Stefan Denifl sowie die Langläufer Hauke, Baldauf und Dürr haben Geständnisse abgelegt.

Poltoranin widerruft Geständnis

Neben den Österreichern wurde auch der kasachische, fünffache Weltcup Sieger Alexej Poltoranin verhaftet. Der Profisportler legte in seiner Haft ein Geständnis ab, das er nun widerruft: "Ich war in einer Einzelzelle in einem kalten Keller mit minimaler Ausstattung", klagt der 31-Jährige. "In diesem Augenblick dachte ich, ich würde alles tun, um freigelassen zu werden und zu meiner Familie zurückzukehren."

Kurz darauf wurde er freigelassen und kehrte aufgrund der Umstände in seine Heimat zurück, um das „psychologische Trauma“ zu verarbeiten. Dort versicherte er dem Sender „bnews.kz“ zwar über Doping nachgedacht zu haben, aber tatsächlich getan habe er es nie.

Alfons Hörmann, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes äußerte sich zu dem Ausmaß der Sanktionierung folgendermaßen: „Die Härte der Strafe für solche Verstöße kann im Grunde nicht groß genug sein.“ Haftstrafen seien „drakonische Formen der Bestrafung, die hoffentlich die dringend erforderliche, stark abschreckende Wirkung für alle anderen haben“.

[Text: A.P.; Bild: www.wikipedia.org/Educación Física; Lizenz: -]