Nicht nur für die Grünen, sondern auch für den linken Flügel der SPÖ können anscheinend nicht genug Asylanten in Österreich leben. So meinte heute die Wiener Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger in einem Interview mit der „Kronenzeitung“, für die Bundeshauptstadt wäre eine Verdoppelung der Asylanten kein Problem. Derzeit kommt in Wien ein sogenannter Flüchtling auf 100 Einwohner, womit rund etwas mehr als 18.000 Asylanten offiziell in Wien leben. Auf die Frage, wie viele Personen die Stadt noch aufnehmen könne, antwortete Frauenberger: „Ich will da jetzt keine Zahlen nennen, aber derzeit schaffen wir das. Auch zwei Flüchtlinge auf 100 Einwohner sind zu bewältigen.“

Außerdem behauptete die SPÖ-Politikerin, „die Gesamtkosten sind für uns auch gut zu bewältigen“. Frauenberger zählt zusammen mit den roten Stadträtinnen Sonja Wehsely und Renate Brauner zur „Refugee welcome“-Fraktion in der Wiener SPÖ. Die drei Damen führten gegen den Willen des eigenen Landesparteiobmannes, Wiens Bürgermeister Michael Häupl, die Kampagne zur Absetzung von Werner Faymann als SPÖ-Chef und Bundeskanzler an.

Sorgen der Bevölkerung wegen der Gefährdung der Sicherheit durch Asylanten aus kulturfremden Gebieten scheinen für Frauenberger hingegen kein wirkliches Thema zu sein. Auf die Frage, was man gegen Übergriffe in Bädern – von denen vor allem Frauen und Kinder betroffen sind – unternehmen kann, gab die auch für Frauenfragen zuständige Stadträtin nur eine vage Antwort: „Wir haben vor der Eröffnung der Bäder ein Elf-Punkte-Programm zur Sicherheit vorgelegt. Es gibt speziell ausgebildete First Responder (Ersthelfer vor Ort, Anm.), die Zusammenarbeit mit der Polizei, Kontrollen, Alarmsysteme.“

 

[Text: B. T.; Bild: Astrid Knie/SPÖ Presse und Kommunikation/flickr]