Was viele vermutet hatten, wurde nun amtlich bestätigt: Die Asylwerberkriminalität steigt rasant, wie Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) in der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage mitteilt. Wenig überraschend ist die Lage in Wien besonders dramatisch, und die Angehörigen bestimmter Staaten kommen auffallend oft mit dem Gesetz in Konflikt, wie die polizeiliche Kriminalstatistik zeigt.

Gab es 2015 in Wien 730 ausländische Tatverdächtige aus Afghanistan, so waren es heuer von Jänner bis August bereits 960. Und 2010 wurde in der Bundeshauptstadt nur gegen 126 Asylwerber aus Afghanistan wegen einer Straftat ermittelt. Ein noch krasseres Bild ergibt sich bei algerischen Asylwerbern. Bei ihnen ist zwischen 2010 und den ersten acht Monaten dieses Jahres bei den Tatverdächtigen ein Anstieg von 197 auf 1353 Personen zu verzeichnen. Auch Nigerianer nehmen einen prominenten Platz in der Kriminalstatistik ein. Bei dieser Gruppe von Tatverdächtigen ist innerhalb von knapp sechs Jahren eine Verdoppelung von 641 auf 1.280 Personen zu verzeichnen.

Dass das Ausmaß der Asylwerberkriminalität thematisiert wird, ist der Asylindustrie natürlich ein Dorn im Auge. Christoph Riedl von der Diakonie etwa versucht das Problem schönzureden und zu bagatellisieren. „Nur weil die Strafanzeigen steigen, heißt das nicht, dass die Asylwerber krimineller werden“, zitiert der „Kurier“ den „Asylexperten“. Zudem werde auch angezeigt, wer gefälschte Dokumente vorlege. Und für diesen Gesetzesverstoß hat der „Asylexperte“ natürlich auch eine Entschuldigung parat: „Aber Flüchtlingen aus Afghanistan bleibt oft nichts anderes übrig, als mit gefälschten Dokumenten zu reisen.“

 

[Text: B. T.; Bild: Maria Rennhofer-Elbe/BMI]