Zu einem erschreckenden Ergebnis kommt die US-amerikanische Brown Universität in einer Studie: Demnach haben die US-Kriege in Afghanistan und im Irak sowie der Drohnenkrieg in Pakistan seit 2001 insgesamt zwischen 343.000 und 371.000 Todesopfer gefordert. Und die meisten davon – zwischen 184.000 und 212.500 – sind Zivilisten, wie der Studie mit dem Titel „Costs of War“ („Kosten des Krieges“) zu entnehmen ist. Demgegenüber sehr gering ist die Zahl der zu Tode gekommenen US-Soldaten (6.846) und „Contractors“ (6.970). Bei den „Contractors“ (Vertragsnehmern) handelt es sich im Mitarbeiter privater Sicherheitsunternehmen, die für das US-Militär tätig sind, also um moderne Söldner. Schließlich starben wegen dieser US-Kriege auch 304 Journalisten und 484 Mitarbeiter von Hilfsorganisationen, wie die Studie penibel anführt.

Die Autoren von „Costs of War“ weisen auch darauf hin, dass in den drei betroffenen Ländern 6,7 Millionen Menschen vertrieben wurden bzw. geflohen sind und nun großteils in „unzureichenden Verhältnissen“ leben müssen. Und im Irak bleibe das Gesundheitswesen, die Infrastruktur wie das Bildungssystem weiterhin „kriegsverwüstet“.

Schließlich wird kritisiert, dass die menschlichen und wirtschaftlichen Kosten dieser Kriege noch für Jahrzehnte bestehen bleiben werden und einige Kosten „nicht vor der Mitte des Jahrhunderts“ zurückgehen werden. Die Studie schätzt die Kosten des Irakkriegs für die US-Steuerzahler – darin enthalten sind auch die Aufwendungen für Veteranen und Kriegsversehrte – auf 2,2 Billionen Dollar. Die Gesamtkosten für alle drei Kriege werden mit 4,4 Billionen Dollar angegeben.

 

B. T.

 

 

(Bild: Screenshot costsofwar.org)