Die angeblich „Schutzsuchenden“ nehmen es oftmals mit der Wahrheit nicht so genau. Das bestätige sich nun in Schweden. Denn in dem skandinavischen Land hat die nationale Behörde für Gerichtsmedizin, Rättsmedicinalverket, 581 Asylwerber, die angegeben hatten, minderjährig zu sein, Alterstests unterzogen. Und das Ergebnis der Untersuchungen – es wurden u. a. die Weisheitszähne geröntgt – war eindeutig: 442 Asylwerber, das sind 76 Prozent, hatten bezüglich ihres Alters nicht die Wahrheit gesagt. Unter den ertappten Lügnern befinden sich übrigens 430 Männer. Die schwedischen Behörden wollen nun insgesamt 4.200 angeblich minderjährige, unbegleitete Asylwerber überprüfen lassen.

Indessen versuchen Einwanderungsfreunde, das eindeutige Ergebnis der Alterstests herunterzuspielen. So wird behauptet, das Ergebnis sei nicht repräsentativ. „Würden alle unbegleiteten Minderjährigen einer medizinischen Altersbestimmung unterzogen werden, dann würden die Ergebnisse wahrscheinlich anders ausfallen“, behauptet etwa Daniel Salehi, ein Manager der schwedischen Einwanderungsagentur, gegenüber Medien.

Tatsächlich spricht hingegen Vieles für einen systematischen Asylmissbrauch durch vermeintlich unbegleitete Minderjährige, weil es für sie in Schweden viele Vergünstigungen und Annehmlichkeiten gibt. So sorgt die Einwanderungsbehörde für deren Betreuung und Unterbringung, zudem besteht ein Recht auf Ausbildung, medizinische Versorgung und finanzielle Hilfe.



[Text: B. T.; Bild: ZZ-Archiv]