Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen den Grün-Politiker Volker Beck wegen Rauschgiftbesitzes sind so gut wie fix. Gegen ein entsprechendes Begehren der Berliner Staatsanwaltschaft wird der Bundestag keinen Widerspruch einlegen, wie der „Spiegel online“ berichtet. Im Auto von Beck waren Anfang März 0,6 Gramm einer „betäubungsmittelsuspekten Substanz“, dem Vernehmen nach die Droge Crystal Meth, gefunden worden. Daraufhin trat der Bundestagsabgeordnete als innen- und religionspolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion und als Vorsitzender der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe zurück.

In der Vergangenheit tat sich Beck vor allem als Moralapostel und Aktivist der Homosexuellen-Lobby hervor. Gegen politisch Andersdenkende packte der Gutmensch ohne zu zögern die Faschismus- und Rassismuskeule aus.

Toleranz zeigte Beck hingegen gegenüber Pädophilen, als er in dem 1988 erschienenen Buch „Der pädosexuelle Komplex“ forderte: „Eine Entkriminalisierung der Pädosexualität ist angesichts des jetzigen Zustandes ihrer globalen Kriminalisierung dringend erforderlich.“ Später behauptete der Bundestagsabgeordnete, er habe seine Auffassung zur Entkriminalisierung der Pädosexualität geändert, zudem sei sein Buchbeitrag „verfälscht“ worden.

Ob Beck seine Haltung zum Sex zwischen Erwachsenen und Kindern tatsächlich geändert hat, ist indessen mehr als fraglich, wie das Magazin „Der Spiegel“ im September 2013 schrieb: „In der Affäre um die pädophilen Verstrickungen der Grünen hat der Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck die Öffentlichkeit jahrelang hinters Licht geführt. SPIEGEL-Recherchen im Archiv der Heinrich-Böll-Stiftung belegen, dass ein Manuskript aus dem Schwulenreferat der grünen Bundestagsfraktion, dessen Referent Beck war, nahezu identisch ist mit einem Gastbeitrag Becks für das Buch ‚Der pädosexuelle Komplex‘.“

 

[Text: B. T.; Bild: Angelika Kohlmeier/volkerbeck.de]