Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck ist wieder in Ämtern und Würden. Vor rund zwei Monaten legte der 55-Jährige seine Funktionen als innen- und religionspolitischer Sprecher seiner Fraktion zurück, nachdem bei einer Polizeikontrolle bei ihm 0,6 Gramm einer „betäubungsmittelverdächtigen Substanz“ – dem Vernehmen nach soll es sich um Crystal Meth gehandelt haben – gefunden worden war. Crystal Meth gilt, was die gesundheitlichen Risiken betrifft, als eine der gefährlichsten synthetisch hergestellten Drogen.

Nachdem Anfang April die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen Beck gegen eine Zahlung von 7.000 Euro wegen „geringer Schuld“ eingestellt hatte, wird der Grünen-Abgeordnete wieder religionspolitischer Sprecher und zusätzlich auch Sprecher für Migrationspolitik. Beck sagte dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, er sei „dankbar für das Vertrauen, das mir die Fraktion erwiesen hat“.

Die Causa Beck verdeutlicht abermals, dass für die Grünen, die sonst überall Gesundheitsgefährdungen, etwa durch Auto-Abgase, wittern, der Besitz und der Konsum von Rauschgift offenbar ein Kavaliersdelikt darstellt. Und Beck selbst distanziert sich nur unglaubwürdig von seinem Fehlverhalten. Zwar sagt er nun sein Verhalten sei „falsch und dumm“ gewesen und es tue ihm „leid“, aber in einer Mitteilung, kurz, nachdem er von der Polizei mit dem Rauschgift erwischt worden war, klang das völlig anders. Trotzig verkündete er: „Ich habe immer eine liberale Drogenpolitik vertreten.“

 

[Text: B. T.; Bild: Angelika Kohlmeier/volkerbeck.de]