Norwegen scheint sich zu einer Dschihadisten-Hochburg zu entwickeln. Nicht nur, dass rund 150 aus dem skandinavischen Land stammende Islamisten im Nahen Osten für den IS kämpfen, vielmehr arbeiten sich einige von ihnen in der Hierarchie dieser Terrororganisation hoch. „Wir glauben, dass einige der Norweger im IS mittlere Führungspositionen erreicht haben“, sagte der norwegische Geheimdienstchef Kjell Grandhagen der Zeitung „Dagbladet". Grandhagen zufolge erfolgte die Radikalisierung in der Profetens Ummah-Gruppe in der Nähe der Hauptstadt Oslo.

Wie der Geheimdienstchef erklärte, bestehe für sein Land eine „große Gefahr“, wenn die Islamisten, die in Syrien und im Irak Kampferfahrung sammeln, nach Norwegen zurückkehren. Die Rückkehr könne sich, wenn die Dschihadisten gültige Reisepässe besitzen, einfach gestalten. Zudem könnten sie in Norwegen Terroranschläge verüben oder islamistische Zellen bilden.

Das skandinavische Land muss nun mit den Folgen der „liberalen Einwanderungspolitik“, die von früheren sozialistischen Regierungen praktiziert wurde, fertig werden. In Norwegen lebten mit Stichtag 1. Jänner 2012 32.737 Pakistanis, was die drittstärkste Zuwanderergruppe ausmacht. Auf den Rängen vier und fünf folgen Somalier und Iraker mit 29.395 bzw. 28.935 Personen.

 

B. T.

 

 

(Bild: nof.no)