Gestern erschien in der Online-Ausgabe des Magazins „News“ ein Interview, in der frühere SPÖ-Berater Tal Silberstein erklärte: „Der Kanzler hatte nicht einmal das entfernteste Wissen oder die entfernteste Information darüber.“ Das ist ein leicht durchschaubarer Versuch, den wegen der sogenannten Facebook-Affäre schwer in Bedrängnis geratenen Bundeskanzler Christian Kern aus der Schusslinie zu bringen, zumal die Umgebung des SPÖ-Chefs auch versuchte, in anderen Medien solche Interviews zu platzieren.

So ist heute in der „Kronenzeitung“ zu lesen, dass auch der größten Tageszeitung des Landes ein solches Interview angeboten wurde. Der angekündigte Inhalt des Interviews sei gewesen, dass Silberstein der Öffentlichkeit erklärt, dass Kern in die Schmutzkübelkampagne gegen ÖVP-Chef Kurz nicht eingeweiht gewesen war. Bezeichnenderweise spricht die „Krone“ von einem „dummdreisten Versuch der SPÖ-Spitze, die Medien für ihre Sache zu instrumentalisieren“.

Wenig glaubwürdig ist übrigens Silbersteins Behauptung, er habe die Kosten für das „Dirty Campaigning“ aus seinem Honorar bezahlt, das ihm von der SPÖ überwiesen worden war. Der „Mann fürs Grobe“, den die Genossen für diesen Wahlkampf angeheuert hatten, entpuppt sich somit als edler und selbstloser Mensch. Somit wird mit Spannung zu erwarten sein, wer tatsächlich die rote Schmutzkübelkampagne finanziert hat.

 

[Text: A. M.; Bild: Screenshot news.at]