Es erhärtet sich der Verdacht, dass der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Sebastian Edathy vor einer bevorstehenden Durchsuchung seiner Wohnung und Büroräume gewarnt worden war. Der ehemalige rote Politiker war bekanntlich im Besitz von kinderpornographischem Material. Wie nun ein niedersächsischer Polizist vor dem in dieser Sache eingerichteten Untersuchungsausschuss des Bundestages aussagte, habe er bei der Durchsuchung am 10. Februar 2014 den Eindruck gewonnen, „dass dort eine überhastete Flucht stattgefunden hat“. Auch berichtete der Polizist, vor der Tür von Edathys Wohnung hätten zerstörte Mikroprozessoren gelegen. Innen hätten sich als vertraulich eingestufte Akten gestapelt.

Juristisch ist die Causa Edathy mittlerweile erledigt. Anfang März wurde das Verfahren gegen ihn wegen des Besitzes von kinderpornographischem Materials gegen Zahlung einer Geldauflage von 5.000 Euro eingestellt. Edathy, der sich während seiner politischen Laufbahn als moralinsaurer Kämpfer gegen angeblichen Rechtsextremismus hervorgetan hatte, hatte zugegeben, Fotos und Videos von nackten Buben besessen zu haben.

 

B. T.

 

 

(Bild: blu-news.org/Flickr)