Die Zahl der Frauen in diesem Jahr reißt nicht ab. Am Montag erstach auf einem Supermarktparkplatz in Tulln ein 36-Jähriger Mazedonier seine 32-jährige Ehefrau, die ebenfalls aus Mazedonien stammt. Bei der Tatwaffe soll es sich um einen Dolch handeln, der mutmaßliche Täter ist laut Polizei geständig.

Die Bluttat in Tulln ist bereits der vierte Frauenmord in diesem Jahr, das erst drei Wochen alt ist. Und vier der Täter, also exakt 80 Prozent, hatten einen „Migrationshintergrund“. Am 8. Jänner erstach in Amstetten ein „Tiroler mit türkischen Wurzeln“ seine Ehefrau. Der Mann war als Islamist bekannt, der andere bekehren wollte. Am 13. Jänner wurde in Wiener Neustadt eine 16-jährige Einheimische von ihrem Ex-Freund, einem syrischen Asylwerber, der bereits straffällig geworden war, erwürgt. Und am 14. Jänner erstach auf dem Wiener Hauptbahnhof ein aus Afrika stammender spanischer Staatsangehöriger seine Schwester.

In dieser schrecklichen Serie an Bluttaten erweist sich der Frauenmord, der sich am 9. Jänner in Krumbach in Niederösterreich ereignet hatte, gewissermaßen als „Einzelfall“. Ein 42-jähriger Österreicher hatte seine um acht Jahre ältere Freundin getötet.

[Text: B.T.; Bild: wikipedia.org/James Case from Philadelphia, Mississippi, U.S.A.; Lizenz: CC BY 2.0]