Viele US-Amerikaner sind für finanzielle Notfälle nicht oder nur schlecht gerüstet. Einer aktuellen Studie des Finanzberatungsunternehmens GoBankingRates haben zwei von drei US-Amerikanern Ersparnisse von 1.000 Dollar (rund 883 Euro) auf dem Sparbuch oder Girokonto. 21 Prozent der insgesamt 5.006 Befragten gaben sogar an, über keine kurzfristig zur Verfügung stehenden finanziellen Reserven zu verfügen. Im Februar kam eine Untersuchung von Bankrate.com sogar zu dem Ergebnis, dass sich ein Viertel der Amerikaner „am Rande eines finanziellen Desasters“ befinde, weil ihre Kreditkartenschulden gleich oder größer waren als ihr Notgroschen.

Cameron Huddleston von GoBankingRates sagte, es sei „beunruhigend, dass ein so großer Prozentsatz von Amerikanern so wenig auf einem Sparbuch hat.“ Denn sie „haben keine Geldreserven, um einen Notfall abzudecken und sind von einem Kredit, Freunden und der Familie abhängig oder sie verwenden sogar ihre Pensionsvorsorge, um unerwartete Ausgaben zu decken.“

Wenig überraschend kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass die US-Amerikaner, je wohlhabender sie sind, desto eher sparen. Demnach haben jene, die mehr als 75.000 Dollar im Jahr verdienen, eher mehr als 1.000 Dollar auf der Seite, und bei der Gruppe derer, die mehr als 100.000 Dollar im Jahr verdienen, finden sich mehr mit über 10.000 Dollar auf dem Sparbuch oder Girokonto.


Text: B. T.