Ein „Skandal“ geistert durch das Internet und die Medien und sorgt für hitzige Debatten: Auf der Vienna Business School in Mödling (NÖ) hat die Direktion verlautbaren lassen, dass Schüler wie auch Angestellte in Zukunft, auch in den Pausen Deutsch zu sprechen haben.

Grund für diesen Erlass der Direktion war ein Streit zwischen einer mazedonischen Putzfrau und einem albanischen Schüler, welche sich in der jeweiligen Landessprache beschimpft hatten. In weiterer Folge hatte sich auch noch eine türkische Schülerin in diesen Streit eingemischt.

Genau dieser „interkulturelle Konflikt“, wie es die Schulleitung nennt, ist Anlass für das Fremdsprachenverbot. „Wenn jeder deutsch redet, kann es auch jeder verstehen, und es kommt zu keinen Missverständnissen“, so die Schulleitung. Natürlich ist diese jetzt massiver Kritik ausgesetzt und auch der Landesschulrat von Niederösterreich hat schon eingegriffen, denn das Verbot hat keine Rechtsgrundlage – die Unterrichtssprache kann man vorgeben, aber wie jeder in den Pausen und der sonstigen Freizeit spricht, darf man nicht vorschreiben.

Wobei man eigentlich sagen könnte, dass es einfach nur eine Frage der Höflichkeit ist, sich in der Sprache zu unterhalten, die alle anderen rund um einen auch verstehen – in dem Fall der Schule ist es eben Deutsch.

 

W.-R. M.

 

 

(Bild: Jens Rötzsch/wikimedia.org)