Arnold Schwarzenegger hat seine rüpelhafte Rambo-Mentalität offenbar noch immer nicht abgelegt – und das, obwohl seine Fernsehkarriere – die weniger seinem Talent als vielmehr dem Expander eines umliegenden Fitnessclubs geschuldet war – längst vorbei ist.

Und da zur Zeit vermutlich weder eine gebärfähige Haushälterin noch seine noch immer nicht geschiedene Ehefrau zugegen ist, kommentiert Arnie in gewohnt nonchalanter Eleganz die amerikanische Außenpolitik. Die nicht unbeträchtlichen Zeiträume zwischen den einzelnen Unkenrufen sind höchstwahrscheinlich der nachlassenden Regsamkeit der alternden Synapsen geschuldet, vielleicht aber auch der ständigen Belastung durch Turneinheiten, Proteinshakes und Familienerweiterung.

Und so ließ er die bescheidene Öffentlichkeit seiner Twitter-Gemeinde in üblicher Noblesse wissen, dass der Präsident seiner neuen alten Heimat, Donald Trump, neben Putin in Helsinki wie eine „kleine, gekochte Nudel“ schien.

Abgesehen von der haarsträubendes Bildlosigkeit des Vergleichs: Wie kam es nur zu dieser abgründigen Formulierung? Erlitt unser fleißiger Hantelmann bei der morgendlichen Ganzkörperrasur einen markerschütternden Schock, als seine Pupillen unter den Waschbrettbauch seines betagten Körpers glitten? Oder ist es ein neurotisches Aufmerksamkeitsdefizit, das jenen Terminator auf seinen alten Tagen heimsucht, der einst die halbe Welt in Schutt schoss, und sich nun mit Twitter und Instagram begnügen muss?

Gesünder wär‘s jedenfalls, noch ein paar Gänge zurückzuschalten: Wie wär’s mit dem Opernball? Oder mit dem Dschungel-Camp? Ach nein, da stiehlt unserem Arnie am Ende noch Helmut Berger die Show.

Beschlossen jedenfalls wurde das Gespräch mit einem tiefen, schweren Seufzer. Tja, das sind wohl die Herzkranzgefäße. Kommt vom ewigen Pumpen…

[Text: A.L.; Bild: Wikipedia.org/Jordandayaia; Lizenz: CC BY-SA 4.0]