Mehr als eine Million der insgesamt knapp 40 Millionen Einwohner haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Rede ist nicht von einem Dritte-Welt-Land, sondern von Kalifornien. Der US-Bundesstaat leidet unter einer jahrelangen Dürre, und in einigen ländlichen Gebieten ist das Wasser mit Arsen, Bakterien oder ähnlichem verschmutzt, ergab eine aktuelle Studie des UC Davis’ Center for Poverty Research.

Betroffen sind vor allem ärmere Familien im Eastern Coachella Valley und South Kern, die zehn Prozent ihres Einkommens für den Kauf von Trinkwasser ein Flaschen ausgeben müssen, weil die öffentliche Wasserversorgung das kostbare Nass oft nur in minderer Qualität und mit schlechtem Geschmack anbietet.

Aber auch das Wasser aus privaten Brunnen ist keine Alternative, wie Lucia Kaiser vom UC Davis’ Center for Poverty Research erklärt: „Diese werden nicht auf ihre Unbedenklichkeit überprüft.“ Hauptgrund für die Kontaminierung des Trinkwassers in Kalifornien ist die intensive landwirtschaftliche Nutzung.

 

B. T.

 

 

(Bild: Roger McLassus/wikimedia.org)