Im Ringen um die Nachfolge der Führerin der Wiener Grünen, Maria Vassilakou, tritt auch „Sozialsprecherin“ Birgit Hebein als Bewerberin in den Ring. Dass diese Frau sich niemals in ihrem Leben wertschöpfend betätigt hat, versteht sich von selbst, wie das auch auf so gut wie alle anderen Berufspolitiker, zumindest auf jene der Linksparteien, zutrifft. Nach ihren politischen Zielen befragt, sieht die gelernte Sozialarbeiterin den Kampf gegen den in Österreich tobenden „Turbokapitalismus“ (!) als eine ihrer Hauptaufgaben. Mehr linke Politik, mehr „soziale Gerechtigkeit“.
Bei 55 Prozent Grenzsteuersatz, einer Staatsquote nahe 50 Prozent und einer Abgabenbelastung, die „Besserverdiener“ um zwei Drittel ihrer Einkommens bringt, von „Turbokapitalismus“ daherzureden, führt zur Frage, welchen Planeten der Mond umkreisen mag, auf dem Frau Hebein lebt.
Nie zuvor wurden die Leistungsträger im Lande stärker geschröpft; nie zuvor waren die Unternehmer stärkeren Regulierungen ausgesetzt; nie zuvor wurde es arbeitsscheuen Individuen leichter gemacht, anderen auf der Tasche zu liegen. Dadurch also zeichnet sich der „Turbokapitalismus“ aus, wenn man linke Geistesakrobaten befragt.
Der Kampf für die „soziale Gerechtigkeit“, oder der inflationäre Gebrauch des Wortes „sozial“, weist den Experten fürs Fischen im Trüben aus. „Sozial“ bedeutet in der Spätzeit des wohlfahrtsstaatlichen Sozialdemokratismus nämlich, die volle Konzentration auf das Verteilen des Geldes der Werteproduzenten auf Sozialbürokraten und Nichtproduzenten.
Der systematische Raub an den Leistungsträgern wird mit wortreichem Gefasel von „gesellschaftlicher Solidarität“ und der unabdingbar gebotenen staatlichen Fürsorge für diejenigen legitimiert, die vermeintlich nicht selbst für sich sorgen können...

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[Text: A.D.; Bild: gemeinfrei]