Eigentlich wären die Lokalwahlen in Großbritannien für österreichische Wähler ohne Interesse gewesen, wenn es nicht diese eine Ausnahme gäbe: London – eine Stadt, die vor gar nicht allzu langer Zeit noch die Hauptstadt und das Herz des British Empire war – hat nun einen islamischen Bürgermeister hervorgebracht. Sadiq Khan, der Sohn pakistanischer Einwanderer, schlug trotz seiner zahlreichen Verbindungen zu moslemischen Extremisten seinen konservativen Rivalen mit großem Vorsprung.

Das Ergebnis war für den Autor dieser Zeilen keine Überraschung, warnt er doch seit Langem vor den demographischen Veränderungen, die kosmopolitische Interessen im Westen angerichtet haben, ohne jemals die gastgebende Bevölkerung zuvor zu befragen oder ihre Zustimmung einzuholen. Und noch weniger wurde an künftige Generationen von Europäern im Besonderen und der westlicher Völker im Allgemeinen gedacht, für welche die gegenwärtige Generation der Treuhänder eines großartigen kulturellen Erbes ist.

Die einheimische Bevölkerung im Londoner Stadtteil East End – in Großbritannien als „Cockneys“ bekannt – ist in der seit der Römerzeit bewohntenStadt fast ausgestorben. Sie wurde von kulturfremden Bevölkerungsgruppen aus der Dritten Welt, insbesondere aus islamischen Ländern, verdrängt und ersetzt. Der soziologische Prozess, der als „weiße Flucht“ bekannt ist, hat gezeigt, dass die einheimische Bevölkerung nach Essex oder andere Grafschaften zieht, wo große Teile des ländlichen Englands umgegraben werden, um Platz zu schaffen für den Bau neuer Wohnsiedlungen. Zu gegebener Zeit werden diese Siedlungen denselben demographischen Wandel durchmachen wie London, aber wohin wird die nächste Generation flüchten?

 

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[Bild: Shariq Rai/flickr]