In einer Aussendung beklagt die Justizwachegewerkschaft, dass „Häftlinge immer aggressiver und gewaltbereiter werden“. Die Inhaftierten schrecken auch vor tätlichen Angriffen nicht zurück. Fast jeden zweiten Tag bereits werden Vorfälle gemeldet, bei denen Widerstand gegen die Staatsgewalt geleistet wird.

In den vergangenen Jahren haben sich die Übergriffe vervierfacht gibt das Justizministerium in einer parlamentarischen Anfragebeantwortung an. Im letzten Jahr wurden beispielsweise 72 Beamte verletzt und brauchten infolge 946 Krankenstandstage. Damit ist das Übel aber nicht behoben, so die Gewerkschaft: „Viele KollegInnen haben nach einer Attacke Angst vor dem Dienstgang. Die Erinnerung an das Erlebte, an die Verletzungen und die ständige Gefahr setzen den Betroffenen noch lange zu“.

Seit der Einwanderungswelle 2015 hat sich die „Belegschaft“ der Haftanstalten erheblich verändert. Mittlerweile sind mehr als die Hälfte (54%) aller Insassen österreichischer Gefängnisse Ausländer. Es sind vor allem junge ausländische Männer, sagt die Statistik. Das ist nicht weiter verwunderlich, schließlich haben diese einen anderen kulturellen Hintergrund in dem andere Werthaltungen gelten, als bei uns.

Das klassische Beispiel dafür ist das unterschiedliche Rollenbild der Frau. Was bei uns als ganz normales Verhalten in der Öffentlichkeit und ganz normale, ordentliche Kleidung angesehen wird, ordnen diese Männer ihrem Verständnis nach „Prostituierten“ zu und verhalten sich entsprechend. Die nach unserem Recht erfolgten Sanktionierungen können sie dann nicht verstehen und empfinden sie als ungerecht.

[Text: W.T.; Bild: Langinger]