Für Caritas und Rotes Kreuz bringen die in Österreich aufgenommenen „Flüchtlinge“ einen wirtschaftlichen Gewinn. Eine beim „Joanneum Research“ in Auftrag gegebene „Studie“ soll beweisen, dass Asylsuchende nicht nur diesen beiden Organisationen, die mit der Elendsbewirtschaftung ein überaus lukratives Geschäftsfeld eröffnet haben, sondern für die Alpenrepublik insgesamt Nutzen bringen.

Wer über starke Nerven verfügt, kann die „Studie“ von der Seite http://www.katholisch.at/ herunterladen und sich zu Gemüte führen. Dass darin – wie in der zeitgenössischen Volkswirtschaftslehre üblich – ausschließlich mit Aggregaten hantiert und mit einer Fülle willkürlicher Annahmen operiert wird, überrascht nicht. Wer das vom Auftraggeber gewünschte Ergebnis stets im Blick behält und die vorhandenen Daten lange genug foltert, bekommt auch das gewünschte Geständnis. Kurzum: Österreich darf sich über jeden Asylwerber herzlich freuen, denn er bringt nicht nur kulturellen (das sowieso), sondern auch wirtschaftlichen Gewinn.

Zusammenfassend festgestellt handelt es sich hier um eine Neuauflage der vom französischen Ökonomen und Pamphletisten Frédéric Bastiat (1801-1850) beschriebenen „Broken-windows-fallacy“. Darin geht es um die auf den ersten Blick ausschließlich positiven Effekte, die der Ersatz einer zerbrochenen Fensterscheibe auslöst. Alle verdienen daran – nicht nur der Glasermeister, sondern auch alle anderen, die mit Glaserzeugung, Transportaufgaben und der notwendigen Handarbeit befasst sind.

 

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[Bild: ZZ-Archiv]