Auch in Tirol setzt sich der Niedergang der Grünen fort. Bei der Landtagswahl am Sonntag erreichten sie 10,67 Prozent, was gegenüber 2013 ein Minus von knapp zwei Prozent bedeutet. ÖVP, SPÖ und FPÖ haben hingegen ein Plus vor ihrem Ergebnis stehen. Die Freiheitlichen konnten sich hingegen trotz einer medialen Kampagne gegen sie, an welcher der ORF federführend beteiligt war, um 6,19 Prozent auf 15,53 Prozent steigern.

Das magere Ergebnis der Linksaußenpartei zeigt, dass die Grünen auch in Tirol auf ihre Kernwählerschichten schrumpfen, schließlich waren bei der Landtagswahl rund 20 Prozent der Wählerstimmen auf dem Markt, und warteten nur darauf, abgeholt zu werden – was die politische Konkurrenz auch tat. So erreichte 2013 die ÖVP-Abspaltung „Vorwärts Tirol“, die rasch durch interne Streitereien für Schlagzeilen sorgte, 9,5 Prozent und zog mit vier Abgeordneten in den Innsbrucker Landtag ein. Und das Team Stronach und der „BürgerKlub Tirol“ scheiterten vor fünf Jahren nur knapp an der für den Einzug in den Landtag notwendigen Fünf-Prozent-Hürde.

Das schwache Abschneiden in Tirol hat für die Grünen aber auch bundespolitische Konsequenzen. Sie verlieren nicht nur einen Sitz im Bundesrat, sondern auch den Klubstatus im Parlament. Und damit gehen nicht nur parlamentarische Mitwirkungsrechte verloren, sondern auch viel Steuergeld. Denn nach dem Rauswurf aus dem Nationalrat im Herbst 2017 erhielt der grüne Klub im Bundesrat immerhin noch 92.000 Euro pro Quartal.

Die Umwandlung der Grünen in eine politische Sekte könnte sich bereits am 4. März fortsetzen, weil der Wiedereinzug in den Kärntner Landtag nach derzeitigem Stand fraglich ist. Und schließlich drohen auch bei der Salzburger Landtagswahl am 22. April den Grünen weitere Verluste.

[Text: B.T.; Bild: Wikipedia/Die Grünen]