Kaum ist die Abholzung des 12.000 Jahre alten Hambacher Forsts, einer der ältesten zusammenhängenden Wälder weltweit, juristisch teilweise gestoppt worden, zog die Polizei ihre Kräfte ab. Viele meist linksalternativ orientierte Umweltaktivisten aber blieben vor Ort.
Der Energiekonzern RWE will den ältesten deutschen Wald zur Gänze roden lassen, um dort Kohlebergbau zu betreiben. Dieser wird übrigens vom Land Nordrhein-Westfalen nur noch wenige Jahre gefördert, aber für Großkonzerne zählt jeder Cent Profit.
Kaum war also die Polizei als Knecht des Kapitals hinfort, entsandte RWE private Sicherheitskräfte. Amateuraufnahmen zeigen auftrainierte Schlägertypen, offensichtlich osmanischer Abkunft, die mit Schlagstöcken und Handschuhen auf Umweltschützer einschlagen.
Schon 2015 war RWE in die Kritik geraten, als der Konzern türkische Wachdienste angeheuert hat, die ebenfalls durch sinnlose Brutalität auffielen.

[Text: A.S.; Bild: Wikipedia/Leuni; Lizenz: CC BY-SA 4.0]