Geht es nach der britischen Innenministerin Theresa May, müssten mehr Schwarze in der Polizei in England und Wales tätig sein. Grund ist die Einwanderung ins Vereinigte Königreich, die zu einer ethnischen Fragmentierung führt. So sagte die konservative Politikerin, in keinem der 43 Polizeibezirke in England und Wales spiegle die Polizei die ethnische Herkunft wieder, weshalb die Sicherheitskräfte „zu weiß“ seien.

Überhaupt scheint May die Dogmen der politischen Korrektheit zutiefst verinnerlicht zu haben, weil zu wenig Schwarze und Angehörige anderer ethnischer Gruppen (BME – Black and Minority Ethnic) in den oberen Polizeirängen zu finden seien. „Es gibt in England und Wales nur zwei BME-Chefoffiziere, und elf Polizeibezirke haben keinen Offizier oberhalb des Chefinspektor-Ranges. Das ist einfach nicht gut genug“, beklagte sich die Dame auf einer Polizeikonferenz.

Wie die Linke sieht auch May im Zauberwort „Diversität“ (Vielfalt) die Lösung. So müsse „viel mehr“ für die Anwerbung von Angehörigen ethnischer Minderheiten bzw. für die Förderung ihrer Berufslaufbahn getan werden. Denn eine „vielfältigere Polizei“ bedeute, dass „wir die Talente und Fähigkeiten der Leute, egal welchen Hintergrund sie haben oder welcher Gruppe sie angehören, viel besser nutzen können“, behauptet May. Deshalb drängt sie auch darauf, mehr Behinderte, Homo- und Transsexuelle bei der Polizei einzustellen.

 

 

Text: B. T.
Bild: Terry/wikimedia.org