Der Austro-Türke Turgay Taskiran war bis 2013 der Vorsitzende der Pro-Erdogan-Gruppe UETD (Union Europäisch-Türkischer Demokraten in Österreich). Welche die – nicht ganz so friedliche – Demonstration am vergangenen Samstag angemeldet hatte. Der Gemeindearzt aus dem 11. Wiener Bezirk trat 2015 mit seiner Liste „Gemeinsam für Wien“ bei der Wiener Gemeinderatswahl an. Hier erlangte er einen Stimmenanteil von 0,91 Prozent.
Taskiran will bei der nächsten Nationalratswahl mit einer Partei für Migranten und jenen Österreichern, die damit sympathisieren, antreten. Laut einem Interview mit der Tageszeitung „Österreich“ braucht, seiner Meinung nach, unser Land eine Partei für Migranten, da diese unter der hohen Arbeitslosigkeit und einer schlechten wirtschaftlichen Situation leiden. Weiters meint Taskiran, dass das Land gespalten sei und dass er dagegen kämpfen wolle.
Nach dem Putschversuch in der Türkei, aber vor allem wegen den darauffolgenden Demonstrationen in Wien, bei denen ein Restaurant beschädigt und ein Kellner verletzt wurden, sehen die Österreicher mit großer Sorge in die Zukunft. Soll wirklich ein Gemeindearzt aus dem 11. Wiener Bezirk, dem die Türkei mehr am Herzen liegt als Österreich, in unser Parlament?

 

[Text: K. B.; Bild: twitter.com/turgaytask]