Eine neue Form der politischen Bildung hält offensichtlich an den Wiener Schulen Einzug – völlig ungeniert wird Wahlwerbung für die türkischen Präsidentschaftswahlen an Schüler verteilt. Zugegeben, die Dichte an türkischstämmigen Schülern ist dank der rot-grünen Politik sehr hoch. Nichtsdestoweniger sollten jedoch die grundsätzlichsten gesetzlichen Bestimmungen auch in dem nach wie vor rot-grünen Wien eingehalten werden. Und die verlangen, dass parteipolitische Werbung an Schulen nichts verloren hat. Nicht einmal die der österreichischen Parteien.

Nach dem Bekanntwerden, dass der türkische Staatspräsident Erdogan Wahlwerbung an Wiener Schulen verteilen lässt, gehen die Wogen bei den Wiener Freiheitlichen hoch. Der geschäftsführende Landesparteiobmann Johann Gudenus spricht von einem unfassbaren Skandal und beschuldigt Erdogan, „Österreich für eine türkische Provinz“ zu halten. Er will die Causa im nächsten Gemeinderat zum Thema machen und wirft Bildungsstadtrat Jürgen Czerhohorszky und Stadtschulrat Heinrich Himmer (beide SPÖ) völliges Versagen vor.

[Text: W.T.; Bild: FPÖ WIen]