Nachdem zahlreiche UNO-Missionen und Krisengipfel es nicht geschafft haben, die Ruhe in Syrien wieder herzustellen und damit auch den, in den meisten Fällen vorgeschobenen, Grund für die Masseneinwanderung nach Europa zu beenden, scheint nun der russische Präsident am besten Weg dazu zu sein. Seit dem Einsatz der russischen Luftwaffe gegen IS- und Rebellenstellungen sind plötzlich Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts auch mit den Kriegstreibern USA und Saudi Arabien möglich.

Nun dürfte den Russen ein weiterer Erfolg gelungen sein. Mittlerweile arbeitet eine Gruppe der einstigen revoltierenden Opposition in Syrien mit den Assad-Truppen und den russischen Streitkräften zusammen. Wie Agence France Press (AFP) meldet, wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, welche die gemeinsamen Einsätze der Russen, der syrischen Armee und dieser ehemaligen Oppositionspartei koordinieren soll. Laut Andrej Kartapolow, dem Oberkommandierenden der Russen in Syrien, hätten die einstigen syrischen Rebellen den Russen bereits die Koordinaten von IS-Angriffszielen übermittelt. Sie haben den Kampf gegen die Assad-Regierung aufgegeben und wollen nun für die Erhaltung eines „geeinten souveränen syrischen Staates“ kämpfen.

Damit dürfte das Experiment von US-Präsident Obama, mit moderaten syrischen Rebellen, die in den USA ausgebildet wurden, in Syrien einen Umsturz herbeizuführen wohl endgültig gescheitert sein. Durch das Eingreifen der Russen, die damit wohl auch das Ziel der Islamisierung und Destabilisierung Europas gehörig unterlaufen, könnte nun wohl erstmals seit dem Lostreten des sogenannten „arabischen Frühlings“ wieder eine, wenn auch regional begrenzte, Situation der Befriedung entstehen.

 

 

Text: W. T.
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