Am 24. September 2017 wählen die Deutschen ein neues Parlament, den Deutschen Bundestag. Zurzeit sind dort CDU/CSU, SPD, Grüne und Linke vertreten. Die FDP, die 2013 von den Wählern hinauskatapultiert wurde, hofft wieder, über 5 % zu erreichen. Gleichfalls erwartet die Alternative für Deutschland (AfD) Mandate im Bundesparlament. Noch vor einem halben Jahr waren die Verhältnisse klar. Die Merkel-CDU führte die Umfragen an und die AfD wurde mit 15 % und mehr als drittstärkste Partei gehandelt. Die SPD kam nur noch um die 20 %. Die drei bürgerlichen Parteien CDU/CSU, AfD und FDP lagen mit einem Vorsprung von bis zu 5 % vor den drei linken Parteien.

Zwei Ereignisse haben die Verhältnisse ins Wanken gebracht. Die angekündigte Kandidatur des abgehalfterten EU-Parlamentspräsidenten, dem Schulabbrecher Martin Schulz, hat eine Bewegung von den kleinen linken Parteien zur SPD in Gang gesetzt. Sie hat inzwischen für die Grünen existenzbedrohliche Ausmaße angenommen. Seitdem der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke in Dresden eine höchst grenzwertige Rede gehalten hat, laufen der AfD die Wähler weg. Da es aber ein reales gesellschaftliches Bedürfnis gibt, die AfD in die Parlamente zu bringen, wird sie dennoch den Sprung in den Bundestag schaffen.

Bei den Grünen sieht das anders aus. Sie haben kein echtes gesellschaftliches Anliegen mehr. Anders als in Österreich streiten sich die Ex-Ökos in Deutschland mit den SED-Erben von der Linken um das Milieu der Deutschlandhasser und Asozialen. Auf der Suche nach politischen Themen fallen sie immer mehr durch Skurriles auf. So zeigte die niedersächsische Justizministerin, Antje Niewisch-Lennartz (Grüne), Verständnis für moslemische Kinderehen. Das sei „differenziert (zu) betrachten“. „Es ist nicht gerechtfertigt, die im Ausland geschlossenen Ehen unter Jugendlichen generell unter den Verdacht eines Verstoßes gegen den Ordre public zu stellen“. Bei der Nähe zum Komplex Kindersex hört die Toleranz der Latte Macciato schlürfenden Großstadtmutti als Teil der Bionade Bourgeoisie auf. Sie fährt einen Geländewagen und wählt die Grünen, um das eigene Gewissen zu beruhigen. 69 % der Grünen-Wähler haben nach einer Erhebung der „Forschungsgruppe Wahlen“ ein schlechtes Gewissen.

 

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[Bild: Bündnis90/Die Grünen Sachsen/Flickr]