Seitdem internationale Pharmariesen, vor allem aus der EU, keine Giftmischungen für Hinrichtungen mehr liefern, kommt es in den USA bei der Vollstreckung von Todesurteilen immer wieder zu Verzögerungen bzw. Zwischenfällen mit neuen, zuvor nicht erprobten Medikamentencocktails. Dem will nun Utah Abhilfe verschaffen. Der Senat des Bundesstaats billigte mit 18 zu 10 Stimmen ein Gesetz, welches vorsieht, dass Hinrichtungen künftig nicht mehr durch die Giftspritze, sondern von einem Erschießungskommando vorgenommen werden, wenn 30 Tage vor dem geplanten Hinrichtungstermin keine tödliche Mischung erhältlich ist.

„Wir müssen eine Alternative haben“, begründet der republikanische Abgeordnete Paul Ray die beabsichtigte Gesetzesänderung. Gouverneur Gary Herbert hat indessen noch nicht gesagt, ob er das Gesetz unterschreiben wird.

 

B. T.

 

 

(Bild: Goya/Museo Nacional del Prado/wikimedia.org)