Ein erschütterndes Geständnis machte der US-Amerikaner Brandon Bryant gegenüber dem russischen Nachrichtensender RT: „Wir wussten nicht wirklich, auf wen wir feuern.“ Bryant programmierte bis 2011 auf einem US-Luftwaffenstützpunkt die Zieleinstellungen von Drohnen, mit denen im Nahen und Mittleren Osten tatsächliche und vermeintliche Terroristen getötet werden. Zudem beklagte der ehemalige Militärangehörige, dass es „keine Übersicht gab“.

Die Vereinigten Staaten begannen 2001 mit Drohnen Terroristen zur Strecke zu bringen. Deutlich gestiegen sind die Einsätze dieser unbemannten Flugkörper jedoch erst unter Präsident und Friedensnobelpreisträger Barack Obama. Und in vielen Fällen büßen Unschuldige mit ihrem Leben. Die Menschenrechtsgruppe „Reprieve“ veröffentliche letzten November einen Bericht, wonach in Pakistan und im Jemen bei 41 Versuchen, eindeutig identifizierte Individuen anzugreifen, 1.147 Menschen starben.

Das oberste Gericht Pakistans urteilte 2013, dass die Drohnenangriffe der USA ein Kriegsverbrechen darstellen.

 

B. T.

 

 

(Bild: dronewars.net)