Erste Schläge der russischen Luftwaffe in Syrien

 

Noch bevor die ersten russischen Kampfflugzeuge in Syrien zum Einsatz kamen, „wussten“ westliche Medien bereits von zivilen Opfern. Dies ist ebenso wie die künstliche Aufregung über die Verletzung des türkischen Luftraumes jedoch bloß Teil der mittlerweile üblichen Anti-Putin-Propaganda. Seit letzter Woche fliegen zwischen 40 und 60 russische Kampfmaschinen Einsätze gegen Stellungen der IS. Laut Konstantin Siwkow, Präsident der Russischen Akademie für geopolitische Fragen werden: „Möglicherweise die Flugplätze auf der Krim von unseren Fernbombern benutzt. In diesem Fall wird die Belastung jedoch nicht sehr groß ausfallen, da sie über dem Kaspisee und anschließend dem Irak fliegen werden, denn die Türkei wird den Bombern kaum den Überflug gestatten“.

In den beiden ersten Tagen der Operation flog die russische Luftwaffe nach eigenen Angaben fast 40 Angriffe gegen Kommandostellen, Waffen- und Munitionslager der IS. Ausgerechnet Saudi Arabien gehört zu den schärfsten Kritikern der Militärintervention. Jenes Land also, das durch seine Unterstützung der Oppositionskräfte, Hauptverantwortung für den Bürgerkrieg in Syrien trägt. Jedoch könnte gerade erst der Einsatz Russlands den Konflikt tatsächlich beeinflussen, oder gar beenden. Denn nach Einschätzung des Militärexperten und Mitglieds im Fachbeirat des russischen Verteidigungsministeriums Igor Korotschenko, könnten die Luftschläge die IS in Syrien innerhalb eines halben Jahres in die Knie zwingen.

Auch nach Angaben syrischer Diplomaten sind die russischen Militärschläge schon in der Anfangsphase weit effizienter und zielgenauer als jene der westlichen Koalition. Russland, Irak, Iran und Syrien haben in Bagdad ein eigenes Informationsbüro eingerichtet, um die Kämpfe gegen den IS zu koordinieren, es wird aber auch genützt um den Kontakt zum Pentagon zu halten.

 

 

Text: H. W.
Bild: Vitaly V. Kuzmin/wikimedia.org