Das Erstbistum Hamburg ist mit 79 Millionen Euro überschuldet und damit de facto pleite. Angesichts der tristen finanziellen Lage will das Erzbistum, das für die Katholiken in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg zuständig ist, acht seiner insgesamt 21 katholischen Schulen schließen. In Medien ist zudem von der Schließung etwa der Hälfte der 190 katholischen Kirchen Norddeutschlands die Rede.

Aber dennoch ist Mitleid mit dem Erzbistum Hamburg fehl am Platz. Das nicht nur, weil die katholische Kirche in der Bundesrepublik Deutschland allein aus Kirchenbeiträgen jährlich sechs Milliarden Euro einnimmt, sondern auch, weil sie sich der Fernstenliebe verschrieben hat. Wie es seitens der Deutschen Bischofskonferenz heißt, haben die 27 Bistümer der Bundesrepublik und die kirchlichen Hilfsdienste im Jahr 2016 „insgesamt 127,7 Millionen Euro für die Flüchtlingshilfe aufgewendet: 53,4 Millionen Euro für die Förderung von Initiativen im Inland und 74,3 Millionen für Flüchtlingsprojekte in den Krisenregionen“. Und in den Jahren 2015 und 2014 wurden für die sogenannte Flüchtlingshilfe 112 Millionen Euro bzw. 73,1 Millionen Euro ausgegeben. Wäre ein Teil dieser Beträge ans Erzbistum Hamburg geflossen, wären die Katholiken in Norddeutschland auf einen Schlag ihre finanziellen Sorgen losgeworden.

Natürlich engagiert sich auch das Erzbistum Hamburg für die „Flüchtlingshilfe“. Unter anderem wurden und werden für die Merkel-Gäste, die in der Regel islamischen Glaubens sind, „Willkommensfeste“ organisiert. Aber das verwundert nicht, denn auch in Hamburg sind die katholischen Würdenträger dem Willkommenswahn verfallen. So heißt es einleitend in einer Broschüre der Caritas des Erzbistums Hamburg: „Ob politischer Flüchtling oder arbeitssuchender Migrant – die Fremden stehen unter einem besonderen Schutzgebot Gottes.“

[Text: B. T.; Bild: Wikipedia/GeoTrinity; Lizenz: Creative CommonsAttribution-Share Alike 3.0 Unported]