Jedes Jahr zur selben Zeit – also rund um das Wochenende ,wenn auf Sommerzeit umgestellt wird – flammt die Diskussion um diese neu auf: Ist die Zeitumstellung ein überholtes Relikt, oder noch immer angebracht?

Diesmal hat sich aber an der Debatte etwas entscheidend geändert, denn die 1994 von der EU verordnete Regelung, läuft jetzt aus.

Grund für diese Regelungen waren ökonomische Überlegungen. Schon 1784 empfahl Benjamin Franklin den staatlichen Eingriff in die Zeit, um den abendlichen Kerzenverbrauch zu dämpfen, an dieser Argumentation hat sich bis heute kaum etwas geändert – in erster Linie geht es um Energiesparmaßnahmen, welche aber längst widerlegt sind. Denn der Nutzen der Zeitumstellung wird durch den entstehenden Schaden wieder relativiert. Was abends an Strom gespart wird, werde morgens mehr geheizt. Zudem kommen Flug- und Bahnverkehr außer Takt – es dauert bis zu einem Tag, bis alles wieder reibungslos läuft. Mitarbeiter seien am Montag nach der Zeitumstellung tendenziell unausgeschlafen und unproduktiver, bestätigen viele Unternehmen und einer Studie zufolge steigt das Herzinfarktrisiko in den drei Tagen nach der Sommerzeit um ein Viertel.

 

W.-R. M.

 

 

(Bild: Tommy Hansen/wikimedia.org)