Es kann nicht sein, was nicht sein darf…

 

„Ich habe noch nie eine größere und abgesprochenere Hetzerei gegen eine Person gesehen als in dieser Elefanten- und ELEFANTINEN-Runde, ohne für den HC zu sprechen!!!“

Dies hat Andreas Gabalier nach der ORF-Elefantenrunde zur Wien-Wahl auf Facebook gepostet und so seinen Unmut gegenüber dem ORF und dessen einseitiger Berichterstattung Luft gemacht – am nächsten Tag war der Eintrag auf Facebook gelöscht. Ob nun Gabaliers Management, Facebook oder sonst wer das Statement gelöscht hat ist eigentlich egal, es ist nun mal weg – interessanter ist aber viel mehr, dass der Volks-Rock’n Roller keine halbseidenen Ausflüchte sucht um sein Schreiben von Montagabend zu rechtfertigen sondern einfach dazu steht!

Eigentlich sollte das ja nichts Besonderes sein, dass ein Künstler in Österreich eine politische Meinung hat und diese auch medial kundtut, doch bei Andreas Gabalier ist das anders: Er reiht sich nicht in die linke Einheitsfront des Künstler-Establishment ein, welches von Krassnitzer über Düringer bis hin zu Peter Rapp reicht, die alle brav für irgendwelche Parteien einstehen – aber halt nur für die SPÖ, oder vielleicht noch die Grünen und ganz vereinzelt für die Schwarzen.

Aber nicht nur Gabalier muss sich für seine Ansichten ständig rechtfertigen, leider ist es nichts neues das man sich unbeliebt macht, wenn man sich als Künstler nicht nach dem „Mainstream“ der Gutmenschen richtet: Seit Jahren ergeht es so auch der John Otti Band. Bei der ORF Sendung „Die große Chance“ erreichte die Band großen Zuspruch durch eine breite Öffentlichkeit, dennoch muss sie sich mit dem Spott und Hohn der Künstlerkollegen abgeben, nur weil sie eben nicht links sind …

 

 

Text: W.-R. M.
Bild: Screenshot Facebook