Aufgrund der bei der Bundestagswahl am 24. September erzielten Stärke steht der Alternative für Deutschland der Posten eines Vizepräsidenten des Bundestags zu. Nominiert für dieses Amt hat die AfD Albrecht Glaser, der jahrzehntelang CDU-Mitglied und in Frankfurt am Main Stadtrat war. Seine politische Vergangenheit schützt den 75-Jährigen aber nicht vor Angriffen des politischen Establishments, die seine Wahl in dieses prestigeträchtige politische Amt verhindern will. Der Grund: Glaser hatte sich sehr kritisch über den Islam geäußert.

Wie Medien berichteten, sagte der nunmehrige AfD-Bundestagsabgeordnete in Frühjahr bei einer Veranstaltung in Hessen: „Der Islam ist eine Konstruktion, die selbst die Religionsfreiheit nicht kennt und diese nicht respektiert. Und da, wo sie das Sagen hat, jede Art von Religionsfreiheit im Keim erstickt. Und wer so mit einem Grundrecht umgeht, dem muss man das Grundrecht entziehen.“ Was Glaser tat, war, die in zahlreichen islamischen Ländern herrschende Unterdrückung und Verfolgung religiöser Minderheiten, insbesondere der Christen, anzusprechen. Zudem machte er auf die Problematik deutlich, wenn Islamisten unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit ihr Unwesen treiben.

Doch all das kümmert die selbsternannten „Demokraten“ und „Anständigen“ nicht, gegen den AfD-Politiker eine Kampagne zu starten. „Wer die Religionsfreiheit infrage stellt, hat sich disqualifiziert“, sagte Cem Özdemir von den Grünen. Die FDP spricht von „unzumutbaren Positionen“ und die SPD, meint, Kandidaten für das Amt des Bundestagsvizepräsidenten müssten die im Grundgesetz verankerte Religionsfreiheit respektieren, was so viel heißt, dass sie Glaser nicht wählen werden. Die CDU-Fraktion hat sich in dieser Frage noch nicht geäußert, aber es ist davon auszugehen, dass die sogenannten Konservativen sich im Zweifel der politischen Korrektheit anschließen und Glaser ebenfalls nicht wählen werden.

 

[Text: B. T.; Bild: JouWatch/flickr]