Dass Griechenlands Links-Regierung derzeit recht planlos agiert, ist bekannt. Ebenso ist dem aufmerksamen Beobachter bewusst, dass auch die Europäische Union und ihre Regierungschef sowie die Kommission am griechischen Desaster ihre Mitschuld tragen, hat man doch vor fünf Jahren begonnen, den Griechen Abermilliarden Steuergeld in den Rachen zu werfen, anstatt bereits damals anzuerkennen, dass die Griechen und ihre Volkswirtschaft einfach nicht Euro-reif sind.

Dass aber jetzt der Präsident der EU-Kommission Jean-Claude Juncker den Griechen Vorschriften machen will, wie sie bei der kommen Volksabstimmung abzustimmen hätten, ist mehr als grenzwertig. „Völlig in Ordnung“ findet das im Übrigen der österreichische Außenminister Sebastian Kurz laut Aussage im Nationalrat. Er ist wohl zu jung, um sich an die EU-Sanktionen gegen Österreich zu erinnern, als die Österreicher im Jahr 1999 „falsch“ gewählt hatten ...

 

F.-W. M.

 

 

(Bild: Platforma Obywatelska RP/Flickr)