Nach dem mehr als deutlichen Sieg der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) bei der polnischen Parlamentswahl am Sonntag kommt es zu einem Aufschrei bei den Gralshütern der politischen Korrektheit sowie bei den EU-Fanatikern. Kein Wunder, hat der starke Mann der PiS, der frühere Ministerpräsident Jaroslaw Kaczynski, wiederholt zu verstehen gegeben, dass er sich von Brüssel nichts dreinreden lässt. Und das gilt vor allem für die derzeitige Masseneinwanderung aus dem Nahen und Mittleren Osten.

Die nationalkonservative PiS ist nicht bereit, Moslems in Polen aufzunehmen, wobei der islamische Bevölkerungsanteil in diesem ostmitteleuropäischen EU-Staat verschwindend gering ist. Gleiches gilt auch für die Slowakei und Ungarn, zwei weitere Länder, die sich bei der Masseneinwanderung vehement gegen die Zwangsbeglückung aus Brüssel wehren und die Aufnahme von Moslems ablehnen, weil sie ihre christliche Identität bewahren wollen.

Polen, Ungarn und die Slowakei zeigen, dass eine nationale, an den Interessen des eigenen Volkes ausgerichtete Politik keine Frage der Parteizugehörigkeit ist. So ist die PiS nationalkonservativ, die Fidesz-Partei des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán Teil der Europäischen Volkspartei, während der slowakische Premier Robert Fico Sozialdemokrat ist. Die Hoffnung, dass die Europäische Union ihre zahlreichen Irrwege beendet und eine vernünftige Politik, etwa in der Asylfrage, bei Griechenland und der Euro-Krise, oder bei der Bekämpfung des EU-Zentralismus einschlägt, liegt somit im östlichen Teil der EU.

 

 

Text: A. M.
Bild: Piotr Drabik/wikimedia.org