Je näher der 22. Mai und damit der Sieg des freiheitlichen Bundespräsidentschaftskandidaten Norbert Hofer rückt, desto unverschämter mischen sich EU-Granden in den österreichischen Wahlkampf ein. So sagte der rote EU-Parlamentspräsident Martin Schulz bei einer Diskussionssendung im italienischen Fernsehsender RAI 3: „Wenn die extremistische Rechte die Wahlen in Österreich und in Europa gewinnt, wird dies Europas Charakter ändern.“

Zudem glaubt der Gutmenschen-Ajatollah in der für ihn typischen überheblichen Art zu wissen, was die Menschen in Europa wollen: „Die große Mehrheit der Menschen in Europa will nicht diesen Wandel“ Und weil dem Brüsseler Establishment immer klarer wird, dass es bei den Bürgern auf verlorenem Posten steht, fordert Schulz sogar unverblümt eine Kampagne gegen Österreich: „Wer für Europa ist, muss mobil machen, genau wie jene, die dagegen sind.“

Auch dem von keinem Bürger gewählten EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker ist offensichtlich unwohl bei dem Gedanken, dass schon bald ein Freiheitlicher österreichisches Staatsoberhaupt sein dürfte: „Was wir in Österreich beobachten, sehen wir leider auch in einigen anderen europäischen Ländern, in denen Parteien mit den Ängsten der Menschen spielen“, sagte der Luxemburger in einem Interview.

Von Juncker, der schon mal meinte „wenn es ernst wird, muss man lügen“, ist übrigens der grüne Präsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen sehr angetan. Im Februar antwortete er im „Kurier“ auf die Frage, auf welches Staatsoberhaupt er sich in der Hofburg besonders freuen würde: „Jean-Claude Juncker, den Präsidenten der Europäischen Kommission.“

 

[Text: B. T.; Bild: Claude Truong-Ngoc/Wikimedia Commons - cc-by-sa-3.0]