Annegret Kramp-Karrenbauer versucht sich als Kra-Ka Europas. (Kra-Ka: siehe Fahrzeug – Kraftkarren - der Fallschirmjäger der deutschen Bundeswehr). Im Spiegel-Ping-Pong zwischen Berlin und Paris, pünktlich zur EU-Wahl, schlägt sie den Bau eines gemeinsamen europäischen Flugzeugträgers vor.

Nun kann man gemeinsame Rüstungsprojekte wie bei Flugzeugen und Hubschraubern – siehe Eurofighter, A 400 M, Tiger, NH-90 Eurocopter, Tornado etc. – durchaus auf die Entwicklung von Schiffen ausweiten. Mit allen damit verbundenen Vorteilen, aber auch Nachteilen.

Jedoch müssten es mindestens zwei Flugzeugträger mit einer rein französischen und einer rein deutschen Besatzung sein. Andernfalls stellen sich beim Einsatz einige komplizierte Fragen: Wird der Kurs per Mehrheitsbeschluss bestimmt? Oder wechseln sich die Kommandeure einander ab? Vergleichbar den römischen Konsuln. Diesbezüglich sei an die Schlacht bei Cannae 216 vor Christus erinnert. Aber der zweite Punische Krieg wurde vor geraumer Zeit aus dem Lehrplan für Geschichte gestrichen.

Der Träger könnte als Sinnbild für den gegenwärtigen Zustand Europas dienen. Einer ruft Backbord. Einer ruft Steuerbord. Volle Kraft. Halbe Kraft etc.

Jedoch die Franzosen wird es freuen. Es kommen lediglich Rafale oder F-35 in Frage. Es gibt keine trägergestützte Version des Eurofighter. Und gegen die F-35 wurde bereits bei der Tornado-Nachfolge ein Veto in Berlin eingelegt.

Was passiert mit deutschen Besatzungsmitgliedern im Falle eines Libyen-Szenarios? Kajütenarrest? Über-die-Planke-gehen?  

Kra-Ka gefällt sich zunehmend in der Rolle des „Kraft-Karnevals“. Der Werte-Union gefällts. „Suum cuique“. 

[Text: G.B.; Bild: www.wikipedia.org/Jean-Michel Roche; Lizenz: CC BY-SA 3.0]