Nach Angaben von Eurostat, dem Statistikamt der Europäischen Union, gibt es EU-weit einen Ausländeranteil von „nur“ 6,7 Prozent. Diese Zahl wird aber sogleich durch den Umstand relativiert, dass der Ausländeranteil unter dem Mitgliedstaaten höchst ungleich verteilt ist. Österreich etwa hat einen Ausländeranteil von 12,5 Prozent, während die Zahl der in den ostmitteleuropäischen Staaten lebenden Ausländer durchwegs im niedrigen einstelligen Bereich liegt. Polen, das am Ende der Statistik liegt, hat etwa einen Ausländeranteil von nur 0,3 Prozent.

In der Statistik unberücksichtigt liegen auch die Millionen Eingebürgerten, die sich seit den 1960er Jahren als Gastarbeiter oder Einwanderer in einem EU-Staat niederließen bzw. deren Kinder. Wie sehr Einbürgerungen die Ausländerstatistik verfälschen, zeigen folgende Zahlen: Zwischen 1994 und 2014 wurde insgesamt 414.973 Ausländern die begehrte österreichische Staatsbürgerschaft verliehen. Zum Vergleich: Vorarlberg hat knapp 380.00 Einwohner. Zudem leben nach Angaben der Statistik Austria leben in Österreich derzeit rund 8,53 Millionen Menschen, von denen 1,4 Millionen im Ausland geboren wurden. So gesehen liegt der Ausländeranteil nicht bei 12,5 Prozent, sondern bei knapp 20 Prozent.

Und viele der Eingebürgerten weigerten und weigern sich – wie das Entstehen von zumeist islamischen Parallelgesellschaften in zahlreichen westeuropäischen Städten beweist – sich vorbehaltlos in die Leitkultur ihres Gastlandes einzugliedern. Unausweichliche Folge dieser Entwicklung ist eine schleichende, zuletzt sich beschleunigende Veränderung der ethnischen und soziokulturellen Verhältnisse in vielen Mitgliedstaaten der Europäischen Union.

B.T.
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