12 Schiffe sind es, von neun verschiedenen zivilgesellschaftlichen Vereinigungen, die gegenwärtig im Mittelmeer kreuzen, um illegale Migranten aufzufischen und nach Europa zu transportieren. Zurück nach Libyen, woher die Illegalen mit Hilfe von kriminellen Schlepperorganisationen kommen, wird von diesen NGOs niemand gebracht. Sie sind der Meinung, dass all diese illegalen Migranten unbedingt nach Europa müssen und sie stehen gegenwärtig unter Verdacht, dies auch geplant und gezielt zu organisieren und womöglich sogar im Einvernehmen mit den kriminellen Schleppern

Nunmehr soll es einen Verhaltenskodex geben, den die EU-Kommission den NGO diktieren will, an sich eher harmlose Verhaltensweisen, wie das Verbot in den libyschen Hoheitsgewässern zu kreuzen oder den Schlepperbooten durch Lichtsignale auf dem Meer den Weg zu weisen, sind den Gutmenschen-NGOs bereits viel zu weitgehend.

Selbst eine Organisation, die noch über einen einigermaßen sauberen Ruf verfügt, wie „Ärzte ohne Grenzen“ protestiert heftig gegen diesen Verhaltenskodex. Aus dem Munde ihrer Vertreter hört man, es müsse doch in erster Linie die Aufgabe der EU sein, Menschen die in Seenot geraten, zu retten und ins sichere Europa zu bringen. Dass man jene bekämpfen müsse, die dafür verantwortlich sind, dass diese Menschen überhaupt in Seenot geraten, davon hört man vonseiten der NGOs nichts. Und dass die NGOs mit ihrer Arbeit die Schlepperorganisationen zumindest dazu ermuntern und ermutigen, davon wird auch nicht gesprochen. Sehr wohl allerdings hört man aus italienischen Justizkreisen, dass verschiedene NGOs und ihre im Mittelmeer kreuzenden Schiffe im Verdacht stehen, allzu eng mit den kriminellen Schlepperorganisationen zusammenzuarbeiten. Dies soll nun auch verstärkt von der italienischen Justiz bekämpft werden.

 

[Text: A. M.; Bild: Ggia/wikimedia.org]