Kürzlich wurde im EU-Parlament über eine Entschließung diskutiert, die fordert, den Schutz geografischer Herkunftsangaben auf nichtlandwirtschaftliche Erzeugnisse auszudehnen. Dies diene dazu, den Konsumenten angemessene Garantien zu bieten, das kulturelle Erbe zu erhalten und das Unternehmertum auf lokaler Ebene zu unterstützen, wurde argumentiert.

Regionale landwirtschaftliche Produkte sind bereits seit 1992 auf EU-Ebene geschützt. Derzeit gibt es noch keinen EU-weiten einheitlichen Schutz für die geografischen Angaben nichtlandwirtschaftlicher Erzeugnisse. Die geografische Herkunftsangabe ist ein Name oder ein Symbol, das auf den Herkunftsort eines Produktes verweist. Zugleich ist sie Symbol für ein bestimmtes traditionelles Know-How. Des Weiteren stellt die große Anzahl nichtlandwirtschaftlicher Erzeugnisse in Europa, die auf traditionellen Fertigkeiten und traditionellem Handwerk beruhen, einen integralen Bestandteil der regionalen und lokalen Kultur dar. Die Produktnamen können von etwaigen Konkurrenzunternehmen missbraucht werden. Mehr als 800 Produkte sollen von dieser Neuregelung profitieren, darunter sind traditionelle Erzeugnisse aus Deutschland und Österreich, wie Meissner Porzellan, Kölnisch Wasser, Ausseer Hüte oder Berndorfer.

Bei der Abstimmung in der dieswöchigen Plenarwoche hat sich die freiheitliche EU-Delegation unter MdEP Harald Vilimsky für dieses Gesetz ausgesprochen. Es sei eine der wenigen vernünftigen Maßnahmen, die in letzter Zeit auf EU-Ebene gesetzt wurden und für Erhaltung von traditionellen Erzeugnissen, auch aus Österreich, sehr hilfreich und wichtig.

 

 

Bild: FPÖ