2003 hatte Niki Lauda die insolvente Aero Lloyd übernommen und unter dem Namen „flyniki“ seine zweite Luftfahrtlinie gegründet.

Schrittweise ging die Gesellschaft dann bis 2011 ins Eigentum der Air Berlin über. Mit deren Konkurs im Oktober 2017 kam auch Niki auf den Markt und sollte schließlich von der Lufthansa übernommen werden. Diese schoss wöchentlich 10 Millionen Euro in den Betrieb zu, in der Hoffnung mit Niki neue Destinationen und Landerechte dazu zu bekommen.

Nun trat die EU-Kommission auf den Plan und kündigte an, dass eine Übernahme von Niki durch die LH-Tochter Eurowings „derzeit nicht genehmigungsfähig wäre“. Die Wettbewerbsbehörde würde eine zu starke Marktmacht der deutschen Fluglinie befürchten.

Die Lufthansa hat darauf die Zahlungen eingestellt, Niki musste Insolvenz anmelden und hat den Flugbetrieb gestoppt.

Der Masseverwalter versucht nun einen Notverkauf um die rund 1000 Arbeitsplätze zu retten, die im Insolvenzfall verloren gehen.

Natürlich sind Wettbewerbskontrollen wichtig, um die Konsumenten zu schützen. Die vorliegende Aktion zeigt aber wieder einmal, was eine instinktlose Zentralbehörde an Schaden anrichten kann. Denn ob die Rettung gelingt oder nicht, in so einem heiklen Fall ist der Schaden bereits eingetreten wenn das Wort Insolvenz nur in den Mund genommen wird. Welcher potentielle Kunde wird schon bei einer Fluglinie seinen sauer verdienten Urlaub buchen, bei der die Möglichkeit besteht, dass er die bezahlte Leistung nicht bekommt.

Was aber kümmern die abgehobenen Kommissare in Brüssel schon einige hundert Millionen Schaden bei einem Privatunternehmen, wenn sie gewohnt sind, mit Milliarden um sich zu werfen.

 

[Text: W. T.; Bild: Allen Watkin/wikimedia.org]