Aus Anlass der bevorstehenden österreichischen EU-Ratspräsidentschaft brachte der Informations- und Kultursender ORF III am 28. Juni eine Dokumentation des prominenten Journalisten Roland Adrowitzer zum Thema „EU am Scheideweg“. Dabei ging es um die prekäre Lage, in der sich die Europäische Union derzeit befindet.

In der ausgewogenen Dokumentation – was beim ORF nicht alle Tage vorkommt – kamen prominente Außenpolitiker aus allen politische Lagern zu Wort, welche die österreichische Europapolitik in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten maßgeblich beeinflusst hatten, so der ehemalige freiheitliche Delegationsleiter im Europäischen Parlament, Andreas Mölzer, Altkanzler Franz Vranitzky, die ehemalige Außenministerin Ursula Plassnik und Ex-EU-Kommissar Franz Fischler.

Dem erfahrenen Journalisten Adrowitzer gelang es, ein differenziertes Bild von der Europäischen Union zu zeichnen. „Zur Zeit"-Herausgeber Mölzer erklärte, dass die europäische Einigung zwar „irreversibel und alternativlos“ sei, jedoch bestehe in hohem Maße Reformbedarf hin zu mehr Subsidiarität und Renationalisierung im Sinne eines Europas der Vaterländer.

[Text: F.-X.S.; Bild: Screenshot tvthek.orf.at]