Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ist eine der Spitzen der politischen Korrektheit in der Bundesrepublik. Das wurde einmal mehr deutlich bei der EKD-Synode am Wochenende in Bremen. Denn der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm lobte die Politik der offenen Tür von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Einwanderungsfrage und sprach sich ausdrücklich gegen einen Kurswechsel aus. „Auch unter schwierigen Bedingungen diesen flüchtlingspolitischen Kurs zu halten und der Versuchung zu widerstehen, auf einen Kurs der Abschottung und des Einzäunens von Europa einzuschwenken“, sagte Bedford-Strohm.

Patrioten kanzelte der Ratsvorsitzende als Extremisten ab. Für ihn sind die Demonstrationen von PEGIDA und der „radikalisierten“ Alternative für Deutschland „fremdenfeindlich“. Und „wer bei deren Demonstrationen mitläuft, muss sich im Klaren darüber sein, dass er rechtsradikalen Hetzparolen, die dort geäußert werden, Legitimation verleiht“, behauptete Bedford-Strohm.

Zudem hat sich Bedford-Strohm mit dem Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, abgestimmt. „Für die beiden christlichen Kirchen ist eine rechtliche Herabstufung von syrischen Flüchtlingen und eine Flüchtlingspolitik der Abschreckung und der Abschottung gegenüber Menschen, die vor dem Horror des IS fliehen, nicht akzeptabel“, erklärte der evangelische Kirchenvertreter. Zudem würden sie „gerade die rechtliche Ausgestaltung des Familiennachzugs“ genau verfolgen.

Die Evangelische Kirche in Deutschland mischt sich schon seit Längerem in die Politik ein, anstatt sich um das Seelenheil ihrer Mitglieder zu kümmern. Gut bekommt ihr das nicht, weil sich immer mehr Gläubige von ihr abwenden. Hatte die EKD 1970 in der damaligen, auf Westdeutschland beschränken Bundesrepublik noch knapp 29 Millionen Mitglieder, so waren es 2013 nur mehr 23 Millionen Mitglieder.

 

 

Text: B. T.
Bild: Michael Lucan/wikimedia.org