„Ich rechnete fast damit, dass die Hand tiefer rutschte, zum Hintern hin. (…) Ich war unangenehm berührt, aber ich ließ das ,Gaucken‘, wie ich derartiges Betatschen seither nenne, über mich ergehen. Was sollte ich tun? Er war der Bundespräsident“, schreibt Zana Ramadani in ihrem heute veröffentlichten Buch „Sexismus“. Sie berichtet darin unter anderem von einem Empfang bei dem damaligen deutschen Bundespräsidenten im Berliner Schloss Bellevue im Jahr 2016.

Ramadani, die sich als „Femen-Aktivistin“ bei Demonstrationen auch oben ohne gezeigt hatte, wurde von Gauck darauf angesprochen, ob sie sich auch hier ausziehen würde. Als sie meinte, es wäre gar nicht so einfach, dieses Kleid auszuziehen, habe Gauck seine Hilfe angeboten. „Wenn nur das Problem ist, kann ich Ihnen helfen“ soll der deutsche Bundespräsident gesagt haben.

Gauck, einst Mandatar des „Bündnis 90 - die Grünen“ wurde 2012 zum Bundespräsidenten gewählt und verzichtete 2017 auf eine Wiederwahl.

[Text: W.T.; Bild: Wikipedia/Sandro Halank; Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported]