Viele Migrationsbefürworter wollen es nicht wahrhaben, aber die Fakten der österreichischen Arbeitsmarktverwaltung sprechen eine mehr als deutliche Sprache: Langzeitarbeitslose Zuwanderer belasten den österreichischen Arbeitsmarkt in einem erheblichen Ausmaß. Bei der Zuwanderung und der Einbürgerung von Ausländern hat man ihre Arbeitsmarkttauglichkeit zu wenig ins Auge gefasst. Das kostet die österreichische Arbeitslosenversicherung eine schöne Stange Geld. Wie eine aktuelle statistische Auswertung zeigt, wurden mit Stichtag 1. August 2018 insgesamt 49.527 Personen als langzeitarbeitslos definiert. Als langzeitarbeitslos gelten laut Definition der Arbeitsmarktverwaltung Personen, die zumindest zwölf Monate als arbeitslos gemeldet sind. Von den österreichischen Langzeitarbeitslosen, d.h. Personen mit einer österreichischen Staatsbürgerschaft, hatten 7.133 einen Migrationshintergrund, d. h. immerhin 18,2 Prozent. 6.907 davon oder 96,8 Prozent waren Zuwanderer der ersten Generation, d. h. Arbeitslose, die in der Vergangenheit eine ausländische Staatsbürgerschaft hatten.
Dazu kommen weitere 10.181 Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft, die den Status von Langzeitarbeitslosen in Österreich haben. Dies entspricht einem Anteil an der Gesamtsumme der Langzeitarbeitslosen von immerhin 20,6 Prozent. Die größte Gruppe innerhalb der ausländischen Langzeitarbeitslosen stellen die EU- und EWR-Bürger dar mit einem Anteil von 3.471 Personen oder 34,1 Prozent. Hier dominieren wiederum die EUBeitrittsländer Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Zypern mit 34,5 Prozent, d.h. mehr als einem Drittel. Es folgen die „alten EU-Mitgliedsländer“ mit 30,9 Prozent. Die EU-Beitrittsländer Rumänien und Bulgarien steuern weitere 17,9 Prozent und Kroatien 15,8 Prozent zur Langzeitarbeitslosigkeit von EU-Bürgern in Österreich bei.
Bei den langzeitarbeitslos gemeldeten Drittstaatsangehörigen dominieren mit 29,3 Prozent die Serben vor den Türken mit 21,6 Prozent. Weitere 12,5 Prozent der Langzeitarbeitslosen in dieser Kategorie entfallen auf Staatsbürger aus Bosnien.
Und der Bundesländervergleich ist in Sachen langzeitarbeitslose Zuwanderer ebenfalls sehr aufschlussreich. Insgesamt sind 42 Prozent der Langzeitarbeitslosen, Inländer und Ausländer zusammen, in der Bundeshauptstadt Wien ansässig. Demgegenüber sind aber gleich 60 Prozent der langzeitarbeitslosen Personen mit Migrationshintergrund der 1. Generation und sogar 72 Prozent der 2. Generation in Wien gemeldet. Sogar 81 Prozent der langzeitarbeitslosen Serben und immerhin 51 Prozent der langzeitarbeitslosen Türken haben ihre Meldeadresse ebenfalls in der Bundeshauptstadt.
Aber nicht nur diese Zahlen und Prozentpunkte formulieren einen klaren Auftrag dahingehend, dass ungezügelte Zuwanderung in unseren Arbeitsmarkt und eine falsche Einbürgerungspolitik die Zahl der Langzeitarbeitslosen rasant in die Höhe getrieben hat. Von den mit Ende Juli 2018 bei der Arbeitsmarktverwaltung vorgemerkten 32.216 Asylberechtigten befinden sich 39 Prozent in Schulung, weitere 4,6 Prozent sind auf Lehrstellensuche. 13.694, d. h. rund 42,5 Prozent, stammen aus Syrien – die 2015 propagierte Sicht, dass die zu uns kommenden Flüchtlinge alle bestens ausgebildet seien und eine Stütze für die Zukunft des österreichischen Arbeitsmarkes sein werden, hat sich offensichtlich auch nach den vorliegenden Statistiken nicht bewahrheitet. Hier baut sich wiederum eine Gruppe langzeitbeschäftigungsloser Zuwanderer auf.

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[Text: F.S.; Bild: ZZ-Archiv]